Home Nachrichten DRSC veranstaltet Roundtable zur IFRS Evaluation
28. November 2025
Am 27. November 2025 lud das DRSC zum Roundtable im Rahmen seiner Evaluation zur Anwendung der IFRS in Deutschland ein. Inhalt der rund dreistündigen Veranstaltung war das am 5. November veröffentlichte Thesenpapier zur Anwendung internationaler Rechnungslegung im Jahresabschluss, in welchem 10 Thesen zu einem bedingten Wahlrecht einer befreienden Anwendung der IFRS im Einzelabschluss in Deutschland aufgestellt wurden (wir berichteten).
Neben ausgewählten Referaten des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz sowie des Bundesministeriums der Finanzen nahmen Vertreter einer Vielzahl von Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft mit Bezug zur Rechnungslegung am Roundtable teil. Mehrere Unternehmen trugen zudem ihre Praxiserfahrung der Fallstudie aus Phase 3 der Evaluation bei (wir berichteten).
„Ich bedanke mich ganz ausdrücklich bei allen Teilnehmern des intensiven Austausches am gestrigen Tag. Die verschiedenen Sichtweisen wurden sehr authentisch vorgestellt. Ich sehe viele unserer Thesen darin bestätigt, wie wichtig die Adressatengerechtigkeit der Rechnungslegung und der Fokus auf einen konkreten Anwenderkreis bei den Überlegungen ist. Dann sind durch eine Berücksichtigung der IFRS im Einzelabschluss für diesen Kreis nachhaltige Verbesserungen und Erleichterungen in der Finanzberichterstattung erreichbar. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese optionale Nutzung der IFRS für die Bilanzierung eng mit den weiteren Funktionen der Rechnungslegung verknüpft ist. Wir wollen deshalb gemeinsam mit interessierten Stakeholdern die Machbarkeitsanalyse vertiefen, um die Eingliederung für die Bereiche Besteuerung, Kapitalerhaltung und Regulatorik herauszuarbeiten“, kommentierte Prof. Dr. Sven Morich, Vizepräsident des DRSC, den Roundtable.
Hintergrund:
Wie in dem begleitenden Leitfaden zur Phase 1 dargestellt, besteht das Ziel der Studie in einer objektiven Aufnahme der verschiedenen Stakeholder-Perspektiven zur Anwendung der IFRS in Deutschland. Neben der Motivation zur Anwendung und den damit verbundenen Herausforderungen aus Sicht der Ersteller sollen auch die Nutzerperspektive sowie die konzeptionellen Wechselwirkungen mit den vielfältigen Funktionen der Finanzberichterstattung einbezogen werden.
In einem ersten Schritt (Phase 1) wurden hierzu im Jahr 2023 interessierte Stakeholder aus allen Bereichen (Abschlussersteller, Prüfer, Forschung & Lehre, Nutzer) über Interviews beteiligt. Aufbauend auf die Gruppeninterviews wurde ein strukturierter Fragenkatalog entwickelt, welcher den Erstellern von Unternehmensabschlüssen seit März 2024 als Online-Befragung zur allgemeinen, öffentlichen Konsultation zur Verfügung gestellt wurde (Phase 2). Einen Schwerpunkt bildete hierbei, den spezifischen Nutzen eines bedingten Wahlrechts zur befreienden Anwendung der IFRS im Einzelabschluss für unterschiedliche Unternehmenstypen und -größen empirisch zu erheben. Dazu wurde eine geschichtete Stichprobe von Unternehmen aller Größenklassen gezielt angesprochen. Gleichzeitig wurde durch das DRSC auch die interessierte Allgemeinheit zur Teilnahme eingeladen.
Die Veröffentlichung des Kurzberichts folgte einer gemeinsamen Veranstaltung des DRSC mit dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) und dem Bundesverband der deutschen Industrie e.V. (BDI) am 9. Dezember 2024, in welcher ausgewählte Umfrageergebnisse erstmalig vorgestellt und im Rahmen eines Panels mit Unternehmens- und Verbandsvertretern diskutiert wurden (wir berichteten). Der Abschlussbericht in Langfassung wurde am 4. März 2025 veröffentlicht (wir berichteten). Eine durchgeführte Fallstudie mit Unternehmen, die bereits IFRS im Konzernabschluss anwenden, baute direkt auf den Erkenntnissen der Unternehmensbefragung auf und konkretisierte deren Inhalte weiter (wir berichteten).
Weiterführende Informationen zum Hintergrund und zum Ablauf der Gesamtstudie hat das DRSC auf der Projektseite zusammengestellt.
Für Rückfragen steht das Projektteam des DRSC (Ilka Canitz canitz@drsc.de, Rico Chaskel chaskel@drsc.de und Peter Zimniok zimniok@drsc.de) sehr gerne zur Verfügung.
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