IASB IASB-Agendakonsultation 2026
Aktueller Stand
Der IASB wird vsl. Ende 2026 seine nächste IASB-Agendakonsultation starten. Dies wird die 4. Agendakonsultation sein. Sie soll im Jahr 2027 abgeschlossen werden und das Arbeitsprogramm der Jahre 2028 bis 2032 festlegen.
Ursprünglich war der Start dieser Konsultation bereits für 2025 vorgesehen – denn das aktuelle Arbeitsprogramm wurde für die Jahre 2022-2026 festgelegt. Jedoch soll die nächste Konsultation der Arbeitsprogramme des IASB sowiedes ISSB gemeinsam abdecken – mithin eine gemeinsame Konsultation stattfinden. Daher wurde eine Verschiebung des Starts beschlossen.
Im Rahmen dieser Agendakonsultation werden – wie üblich und im Due Process Handbook (Rz. 4.3 ff.) vorgesehen – zunächst die Gremien der IFRS-Stiftung (IFRS AC, Trustees, ASAF, IFRS IC, GPF, CMAC) und sonstige Organisationen bzw. Stakeholdergruppen (z.B. IOSCO) konsultiert. Danach wird als zweiter Schritt ein Konsultationsdokument – der sog. Request for Information (RfI) – publiziert und damit die Öffentlichkeit um Feedback gebeten.
Hintergrund
Das Due Process Handbook der IFRS-Stiftung (Rz. 4.1 ff.) steckt den Rahmen für eine Agendakonsultation. Demnach ist der IASB verpflichtet, alle fünf Jahre eine öffentliche Konsultation durchzuführen. Hauptzielsetzung ist, Rückmeldungen für die strategische Ausrichtung und Gewichtung des künftigen Arbeitsprogramms zu erhalten. Nebenziele sind, Feedback zu den Kriterien zur Beurteilung und Auswahl konkreter (Standardsetzungs-)Projekte zu erhalten sowie Meinungen zu konkreten Finanzberichterstattungsthemen/-projekte, die im Arbeitsprogramm priorisiert oder ggf. gestrichen werden sollten, einzuholen.
Zu erwähnen ist, dass – ebenfalls alle 5 Jahre – die IFRS-Stiftung einen Review zur Struktur und Arbeitsweise der IFRS-Stiftung separat durchführt und der daher nicht Teil dieser Agendakonsultation ist.