EFRAG Reporting Template für SMEs
Aktueller Stand
Im Juli 2025 beauftragte die Europäische Kommission EFRAG damit, das Interesse an einer freiwilligen Berichterstattungsinitiative für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU), insbesondere für innovative, schnell wachsende Unternehmen und Start-ups, zu prüfen. EFRAG wurde ebenfalls damit beauftragt, eine mögliche Struktur für eine entsprechende Vorlage zur Berichterstattung (Reporting Template), bspw. im Rahmen von KPIs, zu erörtern.
Am 3. April 2026 veröffentlichte EFRAG einen Konsultationsentwurf für einen entsprechenden Bericht an die Europäische Kommission. Die Konsultationsfrist endet am 27. Mai 2026. Die Stellungnahme soll im Juni 2026 an die Kommission übergeben werden.
Hintergrundinformationen
Die Europäische Kommission verfolgt mit der Initiative das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit europäischer KMU sowie deren Wachstum zu stärken. Das freiwillige Reporting Template soll in diesem Zusammenhang dazu dienen, den Zugang zu Risikokapital insbesondere für innovative, schnell wachsende Unternehmen und Start-ups zu erleichtern.
Ob ein entsprechendes Reporting Template entwickelt wird und welche Form es annehmen könnte, wird derzeit untersucht. EFRAG führte im Zuge des Projekts Interviews mit Stakeholdern (Nutzer und Ersteller der Informationen) sowie zwei öffentliche Umfragen durch. Das DRSC beteiligt sich am Meinungsbildungsprozess durch die Beratung im Fachausschuss Finanzberichterstattung sowie durch die Erarbeitung einer entsprechenden Stellungnahme an EFRAG.
EFRAGs bisherige Befassungen deuten auf ein gemischtes Meinungsbild unter den potenziellen Erstellern und Nutzern der Reporting Templates hin. Während es insbesondere für kleine, länderübergreifend arbeitende Investoren mit wenig Ressourcen hilfreich sein kann, scheinen insbesondere ressourcenstarke und vorrangig national agierende Investoren wenig Bedarf zu sehen. Da das Reporting Template freiwillig anzuwenden wäre, scheint es nur wenige Befürchtungen hinsichtlich der möglicherweise entstehenden Kosten auf Seiten der Ersteller zu geben. Gleichwohl wird diskutiert, in welcher Form und auf welcher Plattform ein möglichst effizientes und kostenschonendes Verfahren umgesetzt werden könnte.
Insgesamt kommt EFRAG in ihrem Bericht vorläufig zu dem Ergebnis, dass nur ein begrenztes Interesse an einer freiwilligen KPI-basierten Berichtsvorlage für KMU und Start-ups besteht.