IASB IASB DP/2020/2 Business Combinations under Common Control

Aktueller Stand

Der IASB hat am 30. November 2020 ein Diskussionspapier zum Themenfeld ‘Unternehmenszusammenschlüsse unter gemeinsamer Kontrolle‘ veröffentlicht (weitere Informationen).

Die Stellungnahmefrist für das Diskussionspapier endet am 1. September 2021.

Inhalt

Das Diskussionspapier DP/2020/2 stellt erste Zwischenergebnisse und vorläufige Sichtweisen des IASB zu dem im Jahr 2012 begonnenen Forschungsprojekt zu Business Combinations under Common Control zur Kommentierung. Derzeit sind Unternehmenszusammenschlüsse unter gemeinsamer Kontrolle von der Anwendung der geltenden Regelungen für Unternehmenszusammenschlüsse ausgenommen, somit besteht eine Regelungslücke, welche durch das Forschungsprojekt adressiert werden soll.

Zugehörige Veranstaltungen

  • 101. Sitzung IFRS-FA
  • 29.04.2021
  • 101. Sitzung IFRS-FA
  • 29.04.2021
  • IASB DP/2020/2 Business Combinations under Common Control

    • n/a
  • 99. Sitzung IFRS-FA
  • 15.03.2021
  • 99. Sitzung IFRS-FA
  • 15.03.2021
  • IASB DP/2020/2 Business Combinations under Common Control

    Der IFRS-FA setzte seine Erörterung des am 30. November 2020 vom IASB veröffent­lichten DP/2020/2 Business Combinations under Common Control fort. Der IFRS-FA strebt die Erarbeitung einer Stellungnahme bis zum 1. September 2021 an.

    Aufgrund des Umfangs des DP erfolgt die Befassung in thematischen Abschnitten. In dieser Sitzung erörterte der IFRS-FA nochmals kurz Themen in Bezug auf die „Auswahl der Bewertungsmethoden” und begann anschließend mit der Erörterung der in den Abschnitten „Anwendung der Erwerbsmethode“ und „Anwendung der Buchwertmethode“ dargestellten vorläufigen Sichtweisen und Zwischenergebnisse.

    Hinsichtlich der vom IASB vorgenommenen Zeitpunktbetrachtung zur Festlegung der Regelungen, wurde der Fall einer BCUCC in Vorbereitung eines IPO diskutiert, speziell eine „bedingte“ BCUCC („contingent on“), die nur durchgeführt wird, wenn auch tatsächlich ein IPO stattfindet, wodurch es zu einer (späteren) Beteiligung von nicht beherrschenden Anteilseignern (non-controlling shareholder – NCS) am empfangenden Unternehmen kommt. Für diesen Fall sollte der IASB die Anwendung der Erwerbsmethode erwägen.

    In Bezug auf die bei der Anwendung der Erwerbsmethode im DP thematisierten theoretischen Fälle einer Unterzahlung/Einlage sowie Überzahlung/Entnahme bestehe nach Ansicht des IFRS-FA kaum Regelungsbedarf, da diese in der Praxis jeweils unwahrscheinlich seien. Für den Fall, dass tatsächlich Regelungen durch den IASB vorgesehen würden, sprach sich der IFRS-FA für eine symmetrische Abbildung, jeweils mit Erfassung der Differenz im Eigenkapital, aus.

    Die in Frage 6 des DP zur Kommentierung gestellte Sichtweise des IASB zur Nutzung der Buchwerte des transferierten Unternehmens bei Anwendung der Buchwertmethode lehnte der IFRS-FA vorläufig ab. Stattdessen sollten entweder die Buchwerte des transferierenden Unternehmens oder des gemeinsam beherrschten Unternehmens genutzt werden. Der IFRS-FA wird die Erörterung dieses Themenfelds sowie der noch ausstehenden Themenbereiche in einer seiner nächsten Sitzungen fortsetzen.

  • 96. Sitzung IFRS-FA
  • 25.01.2021
  • 96. Sitzung IFRS-FA
  • 25.01.2021
  • IASB DP/2020/2 Business Combinations under Common Control

    Der IFRS-FA begann mit der Erörterung des am 30. November 2020 vom IASB veröffentlichten Diskussionspapiers DP/2020/2 Business Combinations under Common Control. Der IFRS-FA strebt die Erarbeitung einer Stellungnahme bis zum 1. September 2021 an.

    Aufgrund des Umfangs des Diskussionspapiers erfolgt die Befassung in thematischen Abschnitten. In dieser Sitzung erörterte der IFRS-FA die Zielsetzung, den Anwendungsbereich und den Fokus des DP und begann mit der Erörterung der im Abschnitt “Auswahl der Bewertungsmethoden” dargestellten vorläufigen Sichtweisen und Zwischenergebnisse.

    Auch wenn die einzelnen Sichtweisen und Zwischenergebnisse noch nicht abschließend bewertet wurden, konnten bereits Themenfelder identifiziert werden, die durch den IASB zusätzlich adressiert werden sollten – z.B. die Bilanzierung im Einzelabschluss und weitere Transaktionen unter gemeinsamer Beherrschung, bspw. Transfers von Vermögenswerten (transfers of assets) oder assoziierten Unternehmen.

    Der Anwendungsbereich des Projekts solle somit möglichst weit gefasst werden, um grundsätzlich alle betroffenen Themenfelder (i.S.v. transactions under common control) initial zu erörtern. In der Folge könnten einzelne Themenfelder vom IASB dann unterschiedlichen Lösungswegen zugeführt oder ggf. bewusst und begründet aus der weiteren Bearbeitung ausgeklammert werden (bspw. konzerninterne Liefer- und Leistungsbeziehungen).

    Dem IASB-Vorschlag, dass die Regelungen unberücksichtigt lassen sollten, ob zuvor eine Akquisition von einer externen Partei stattgefunden habe, ein späterer Verkauf an eine externe Partei vorgesehen bzw. angestrebt sei oder der Transfer von einer Veräußerung der sich zusammenschließenden Parteien abhänge (bspw. bei einem IPO) wurde zugestimmt. In der Stellungnahme solle jedoch darauf hingewiesen werden, dass wegen der vorgenommenen Zeitpunktbetrachtung die Konstellation (bspw. hinsichtlich der Beteiligung von NCS) zum Zeitpunkt der BCUCC relevant sei und deshalb zum Zeitpunkt der BCUCC andere Stakeholder und damit auch Informationsbedürfnisse bestehen könnten als bspw. zum Zeitpunkt eines späteren Börsengangs.

    Der IFRS-FA wird die Erörterung der noch ausstehenden Themenbereiche in seinen nächsten Sitzungen fortsetzen.