IASB Angabeninitiative – Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes

Aktueller Stand

Der IASB hat am 14. September 2017 das Practice Statement 2 zur Anwendung von Wesentlichkeit veröffentlicht. Das Practice Statement ist eine unverbindliche Leitlinie, für die kein EU-Indossierungsprozess vorgesehen ist, da dieser sich nur auf Standards, inklusive der durch den IASB publizierten Interpretationen, beschränkt.

Zielsetzung

Das vom IASB proklamierte Ziel ist es, insbesondere dem Abschlussersteller mit einem neuen IFRS Practice Statement unterstützende Erläuterungen zur Hand zu geben, die als Entscheidungshilfe dienen sollen, in welchen Fällen auf Anhangangaben aufgrund von Unwesentlichkeit der Information verzichtet werden kann. Zudem wird betont, dass zu viele unwesentliche Angaben im Anhang den Blick auf wesentliche Informationen versperren können.

Zugehörige Dokumente & Konsultationen

Titel Datum
Exposure Draft: IFRS Practice Statement - Application of Materiality to Financial Statements
2015-10

IFRS-Fachausschuss

Der Fachaussschuss hat seine Stellungnahme zum IASB-Entwurf für ein Practice Statement im Februar 2016 an den IASB übermittelt. Dem publizierten IASB-Entwurf wird in der Stellungnahme nur begrenzter Nutzen für den fachkundigen Abschlussersteller statuiert. Insbesondere sind viele Anwendungsbeispiele im IASB-Entwurf bereits in ähnlicher Form in den aktuellen IFRS-Vorschriften verankert; darüber hinaus sind ergänzende Beispiele im IASB-Entwurf aus Sicht des IFRS-Fachausschusses so vage formuliert, dass sie keine substantielle Hilfe für die Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes darstellen. Aus Sicht des Fachausschusses erscheint es zweckmäßiger, die Hilfestellung zur Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes nicht als unverbindliche Leitlinien, sondern als Lehrmaterial zu veröffentlichen.

Der Fachausschuss hatte im Vorfeld des IASB-Entwurfs bereits im Rahmen der ESMA-Kosultation zur Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes schriftlich Stellung bezogen.

Zugehörige Veranstaltungen

  • 46. Sitzung IFRS-FA
  • 08.02.2016
  • 46. Sitzung IFRS-FA
  • 08.02.2016
  • IASB ED/2015/8 Practice Statement Materiality

    Der IFRS-FA verabschiedet vorbehaltlich redaktioneller Anpassungen am vorgelegten Stellungnahmeentwurf seine Stellungnahme zum ED/2015/8. In dieser Stellungnahme sollen insbesondere die Zweifel an der Nützlichkeit des IASB-Entwurfs für den fachkundigen Abschlussersteller betont werden. Eine Publikation als Lehrmaterial, nicht aber wie vom IASB vorgeschlagen als IFRS Practice Statement, erachtet der IFRS-FA als zweckmäßiger.

  • 45. Sitzung IFRS-FA
  • 07.01.2016
  • 45. Sitzung IFRS-FA
  • 07.01.2016
  • IASB ED/2015/8 Practice Statement Materiality

    Der IFRS-FA erörtert den vom Mitarbeiterstab vorgelegten Stellungnahmeentwurf zu den IASB-Vorschlägen für ein IFRS Practice Statement bzgl. der Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes für IFRS-Abschlüsse. Der Fachausschuss verständigt sich auf die Sichtweise, dass in der Stellungnahme stärker betont werden sollte, dass das gewählte Format als IFRS Practice Statement für eine Hilfestellung bei der Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes nicht zweckmäßig erscheint. Die Publikation sollte vom IASB als unverbindliches Lehrmaterial erfolgen. Darüber hinaus erörtert der IFRS-FA mögliche Ergänzungen für die Leitlinien, die in der Stellungnahme zusätzlich zu adressieren sind. Eine überarbeitete Fassung der Stellungnahme soll dem IFRS-FA in der nächsten FA-Sitzung zur Verabschiedung vorgelegt werden.

  • 43. Sitzung IFRS-FA
  • 02.11.2015
  • 43. Sitzung IFRS-FA
  • 02.11.2015
  • IASB Practice Statement zu Materiality

    Der IFRS-FA diskutiert die Ausführungen im IASB-Entwurf zum IFRS Practice Statement bzgl. der Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes bei der Abschlusserstellung. Von den Mitgliedern wird grundsätzlich angemerkt, dass sich der Erkenntnisgewinn aus den vorgeschlagenen Aussagen in Grenzen hält. Viele Ausführungen sind aus Sicht des IFRS-FA selbstverständlich, und es wird angezweifelt, inwiefern der IASB-Entwurf eine nützliche Hilfestellung für den Abschussersteller darstellen kann. Insbesondere Fragestellungen zur Beurteilung der Wesentlichkeit von qualitativen Anhangangaben werden nicht weiterführend im vorliegenden IASB-Entwurf thematisiert. Als sinnvolle Ergänzung zu den Ausführungen im IASB-Entwurf erachtet der IFRS-FA die Fragestellung, inwiefern ein Abschlussersteller vor dem Hintergrund der Wesentlichkeit bewusst von Bilanzierungsregeln abweichen darf.

    Unklarheit besteht hinsichtlich der Ausführung im IFRS Practice Statement, dass dieses nicht verpflichtend anzuwenden ist, um einen IFRS-konformen Abschluss aufzustellen. Vor diesem Hintergrund wird allgemein kritisch hinterfragt, ob die vorgestellten Leitlinien zur Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes als verbindlicher Bestandteil der IFRS aufzunehmen sind.

    Ein Stellungnahmeentwurf soll dem IFRS-FA im Januar 2016 vorgelegt werden.

  • 38. Sitzung IFRS-FA
  • 18.05.2015
  • 38. Sitzung IFRS-FA
  • 18.05.2015
  • Angabeinitiative

    Der IFRS-FA wird über den aktuellen Stand der IASB-Angabeninitiative informiert. Im Anschluss diskutiert der IFRS-FA ausgewählte Sachthemen, die der IASB in den unterschiedlichen Teilprojekten aktuell diskutiert.

    Schwerpunkt der Diskussion ist die vom IASB angestrebte Schärfung und das bessere Verständnis zum Grundsatz der Wesentlichkeit. Darüber hinaus wird vom IFRS-FA die Fragestellung erörtert, inwiefern der IASB Angabenerleichterungen für bestimmte berichtende Unternehmen einführen sollte, z.B. im Einzelabschluss von Tochterunternehmen. Die Diskussion wird vor dem Hintergrund geführt, dass in verschiedenen Ländern die IFRS-Vorschriften auch für den Einzelabschluss gelten, gleichzeitig aber auch nationale Erleichterungen hinsichtlich des Umfangs von Anhangangaben bestehen. Dies hat zur Folge, dass die Abschlüsse nicht als IFRS-konforme Abschlüsse gelten, obwohl Ansatz und Bewertung den IFRS-Vorschriften entsprechen. Fachliche Entscheidungen zu den diskutierten Fragestellungen werden nicht getroffen.

  • 36. Sitzung IFRS-FA
  • 05.03.2015
  • 36. Sitzung IFRS-FA
  • 05.03.2015
  • IASB ED/2014/6 Disclosure Initiative – Proposed amendments to IAS 7

    Der IFRS-FA diskutiert den überarbeiteten Entwurf einer Stellungnahme zum IASB ED/2014/6 Disclosure Initiative – Proposed amendments to IAS 7. Der Stellungnahmeentwurf findet Zustimmung beim IFRS-FA hinsichtlich der Beantwortung der im Entwurf aufgeführten Fragen. Änderungsbedarf vor der Finalisierung sieht der IFRS-FA für den Argumentationsaufbau bzgl. seiner ablehnenden Haltung. In der Stellungnahme sollte insbesondere mehr betont werden, dass die Aktivitäten des IASB generell zu begrüßen sind. Gleichwohl bestehen Bedenken, dass mit den Änderungsvorschlägen im ED/2014/6 die ursprünglich vorgetragenen Bedürfnisse der Adressaten hinsichtlich der Überleitung der Nettoschuldenposition nicht erfasst werden. Zudem erscheinen die Anpassungsvorschläge nicht in sich stringent und konsistent in Abgrenzung zu bestehenden Anforderung für Anhangangaben in anderen IFRSs.

    Die Stellungnahmen an den IASB und an EFRAG sollen im Umlaufverfahren verabschiedet werden.

  • 35. Sitzung IFRS-FA
  • 05.02.2015
  • 35. Sitzung IFRS-FA
  • 05.02.2015
  • IASB ED/2014/6 Disclosure Initiative – Proposed amendments to IAS 7

    Der IFRS-FA diskutiert einen Stellungnahmeentwurf zu den Vorschlägen in IASB ED/2014/6 Disclosure Initiative – Proposed amendments to IAS 7. Die Diskussion um mögliche Ergänzungen bzw. Änderungen im Stellungnahmeentwurf erstrecken sich insbesondere auf die Rückmeldungen in der Öffentlichen Diskussion im Januar, dem vorläufigen Diskussionsstand von EFRAG TEG sowie Aktivitäten und vorläufige relevante Entscheidungen des IASB im Leases Projekt. Der IFRS-FA verbleibt bei seiner grundsätzlich ablehnenden Haltung hinsichtlich der vorgeschlagenen Änderungen für IAS 7. Eine überarbeiteter Entwurf soll in der nächsten FA-Sitzung zur Verabschiedung vorgelegt werden.

  • Öffentliche Diskussion – 12. Januar 2015
  • 12.01.2015
  • Öffentliche Diskussion – 12. Januar 2015
  • 12.01.2015
  • IASB ED/2014/6 Disclosure Initiative - Proposed amendments to IAS 7

    Frau Knorr stellt die Änderungsvorschläge und erste Überlegungen des IFRS-Fachausschusses vor. Da der Entwurf erst kurz vor Weihnachten veröffentlicht wurde, ist das Meinungsbild noch nicht gefestigt. Die abweichende Meinung eines IASB Mitglieds und die vorläufigen Überlegungen des IFRS-Fachausschusses werden geteilt: die beiden vorgeschlagenen Änderungen betreffen nur sehr begrenzte Themen, die nicht vorab herausgehoben, sondern in einer umfassenderen Überarbeitung angesiedelt werden sollten. Die Zielsetzung, ein besseres Verständnis für die Liquiditätslage eines zu ermöglichen, kann auf anderem Weg möglicherweise besser erfüllt werden. Weder die Veränderungsrechnung noch die Angaben zu Beschränkungen beim Transfer von flüssigen Mitteln treffen die von Analysten gestellten Forderungen nach einer net debt reconciliation. Auch scheint die Vorstellung der Repatriierung flüssiger Mittel in das Sitzland des Mutterunternehmens der Struktur multinationaler Konzerne nicht gerecht zu werden: Transferbeschränkungen können auch zwischen ausländischen Einheiten und aufgrund von Minderheitsbeteiligungen bestehen.

  • 34. Sitzung IFRS-FA
  • 08.01.2015
  • 34. Sitzung IFRS-FA
  • 08.01.2015
  • IASB ED/2014/6 Disclosure Initiative – Proposed amendments to IAS 7

    Der IFRS-FA erörtert die Vorschläge des IASB für zusätzliche Anhangangaben. Grundsätzlich bemängelt der IFRS-FA, dass ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Entwicklung von zusätzlichen Angaben fehlt. Es wird darauf verwiesen, dass ähnliche Anhangangaben bereits in anderen Standards, z.B. in IAS 1 und IFRS 12, existieren. Zudem wird eine Klärung der Relevanz von Veränderungsrechnungen angemerkt. Zu diesem Punkt diskutiert der IFRS-FA, ob grundsätzlich ein management approach Anwendung finden sollte, ähnlich den Vorgaben, die der IASB bereits im FSP-Projekt entwickelt hatte. In diesem Zusammenhang wird auch angemerkt, dass nicht in allen Fällen quantitative Überleitungsrechnungen notwendig sind. Für gewisse Szenarien erscheint es unter Kosten/Nutzen-Abwägung ausreichend, wenn vom Abschlussersteller Angaben in qualitativer Form bereitgestellt werden.

    Darüber hinaus diskutiert der Fachausschuss, dass vor dem Hintergrund der Zielsetzung verbesserter Informationen zur Liquiditätslage und Finanzierungsaktivitäten die Angabe einer Veränderungsrechnung von net debt zweckmäßiger erscheint. Gleichwohl sieht der Fachausschuss keine „low hanging fruits“ in Form von kurzfristig umsetzbaren, begrenzten Änderungen für zusätzliche Anhangangaben von net debt. Hierfür bedarf es zunächst eines schlüssigen Gesamtkonzepts.

  • 33. Sitzung IFRS-FA
  • 01.12.2014
  • 33. Sitzung IFRS-FA
  • 01.12.2014
  • Disclosure Initiative

    Der IFRS-FA verabschiedet seine Stellungnahme an IOSCO zu den vorgeschlagenen Leitlinien und Erwartungen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von nicht auf Rechnungslegungsgrundsätzen basierenden Finanzkennzahlen (non-GAAP financial measures). In der Stellungnahme wird weiterer Klarstellungsbedarf angemerkt, insb. zur Abgrenzung von non-GAAP financial measures. Grundsätzlich unterstützt der IFRS-FA die Aktivitäten von IOSCO in Abstimmung mit Standardsetzern die regulatorischen Vorgaben für non-GAAP financial measures zu koordinieren.

    Zudem diskutiert der IFRS-FA die Fragen für die nächste ASAF-Sitzung bzgl. der Darstellung von Cashflows. Es wird hervorgehoben, dass die vorgeschlagene Zwecksetzung der Kapitalflussrechnung – die Beurteilung der Liquidität – nicht den Hauptzweck darstellen sollte bzw. kann. Es wird angemerkt, dass die Kapitalflussrechnung insb. der Beurteilung der Güte der Performance eines Unternehmens dient. Vor diesem Hintergrund wird angemerkt, dass zunächst die Zwecksetzung der Kapitalflussrechnung einer Klarstellung bedarf. Grundsätzlich wird es als sinnvoll erachtet, die Klassifizierung der Ergebnisrechnung und Kapitalflussrechnung besser aufeinander abzustimmen. Ein solches Bestreben benötigt gleichwohl eine fundamentale Diskussion und stellt eine langfristige Zielsetzung für den IASB dar.

  • 31. Sitzung IFRS-FA
  • 06.10.2014
  • 31. Sitzung IFRS-FA
  • 06.10.2014
  • Disclosure Initiative

    Der IFRS-FA diskutiert zunächst die Fragestellung, ob es einer Feststellung bzw. Definition unterschiedlicher Zwecksetzungen von Anhangangaben und primären Abschlussbestandteilen innerhalb der IFRS bedarf. Hierbei wird diskutiert, warum eine Befassung mit dieser Fragestellung notwendig erscheint. Es wird von einigen FA-Mitgliedern die Auffassung vertreten, dass es das Ziel einer Abgrenzung von Anhangangaben sein sollte, den empfundenen „Wildwuchs“ von IFRS-Anhang­angaben einzudämmen. Der IFRS-FA kommt zu keinem abschließenden Meinungsbild zu dem Thema.

    Im Anschluss befasst sich der IFRS-FA mit den Vorschlägen des IASB-Mitarbeitstabs zu den Angaben zu maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden im Anhang. Der IFRS-FA diskutiert, ob nur Angaben unter die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden fallen sollten, die einen materiellen Abwägungsprozess vom Management bedürfen (d.h. wenn das Management gewisse Konventionen zur Anwendung der IFRS-Vor­gaben trifft). Der IFRS-FA nimmt zu dem Thema keine abschließende Sichtweise ein.

    Weiterhin diskutiert der IFRS-FA das Thema, in welchem Umfang Struktur bzw. Reihenfolge von Anhangangaben innerhalb der IFRS geregelt werden sollten. Von den FA-Mitgliedern wird mehrheitlich die Sichtwiese vertreten, dass die Unternehmen generell selbst am besten entscheiden können, welche Strukturierung der Anhang­angaben am sinnvollsten ist.

  • 30. Sitzung IFRS-FA
  • 01.09.2014
  • 30. Sitzung IFRS-FA
  • 01.09.2014
  • Disclosure Initiative

    Dieser Tagesordnungspunkt wurde von der Agenda gestrichen.

    • n/a
  • 29. Sitzung IFRS-FA
  • 31.07.2014
  • 29. Sitzung IFRS-FA
  • 31.07.2014
  • Disclosure Initiative

    Der IFRS-FA erörtert die aktuellen Entwicklungen der IASB Discosure Initiative. Zunächst wird der Vorschlag diskutiert, ein allgemeines Prinzip hinsichtlich der Möglichkeit der Angabe von Informationen mit Querverweis außerhalb des IFRS-Abschlusses in anderen Berichtsteilen der Finanzberichterstattung zu verankern, sofern dies zu einer Vermeidung von Informationsredundanz führt. Der Fachausschuss erörtert, dass die nationalen Vorschriften zum Umfang der Berichtsteile der Finanzberichterstattung nicht in allen Ländern gleich sind. Vor diesem Hintergrund dürfte es schwer sein, andere konkrete Berichtsteile der Finanzberichterstattung zu identifizieren, die IFRS-Abschlussinformationen enthalten könnten. Gleichwohl wird angemerkt, dass ein allgemein verankerter Grundsatz und prinzipienorientierte Vorgaben für die Verwendung von Querverweisen Vorteile gegenüber den aktuellen Spezialregelungen in einzelnen Standards aufweisen.

    Des Weiteren diskutiert der IFRS-FA die vorläufige Entscheidung des IASB, ein mittelfristiges Projekt zur Ergebnisrechnung (performance reporting) auf die Forschungsagenda zu setzen. Einige FA-Mitglieder sehen die Bestrebungen des IASB als sinnvoll an, gleichwohl werden Bedenken geäußert, inwiefern die Vorschläge des Financial Statement Presentation-Projekts wiederbelebt werden, die in der Vergangenheit keinen großen Zuspruch in Deutschland fanden.

  • 28. Sitzung IFRS-FA
  • 23.06.2014
  • 28. Sitzung IFRS-FA
  • 23.06.2014
  • IASB ED/2014/1 - Amendments to IAS 1

    Der IFRS-FA verabschiedet die Stellungnahmen an den IASB und EFRAG zum IASB-Entwurf ED/2014/1 Disclosure Initiative – Proposed amendments to IAS 1.

    Der IFRS-FA sieht sich durch die Rückmeldungen in der Öffentlichen Diskussion zum IASB-Entwurf in seiner Sichtwiese bestätigt, dass die Vorschläge des IASB als ein Schritt in die richtige Richtung angesehen werden, gleichwohl aber Bedenken bestehen, Verbesserungsvorschläge stufenweise über einen längeren Zeitraum einzuführen ohne ein ersichtliches Gesamtkonzept.

    In der Stellungnahme an EFRAG wird die Skepsis des IFRS-FA gegenüber dem Vorschlag von EFRAG betont, ein Verbot für immaterielle Abschlussangaben in IAS 1 einzuführen. Dies wird vom IFRS-FA insbesondere mit einem starken Zweifel der Operationalisierbarkeit der Vorschläge begründet.

  • Öffentliche Diskussion – 06. Juni 2014
  • 06.06.2014
  • Öffentliche Diskussion – 06. Juni 2014
  • 06.06.2014
  • 27. Sitzung IFRS-FA
  • 15.05.2014
  • 27. Sitzung IFRS-FA
  • 15.05.2014
  • IASB ED/2014/1 - Amendments to IAS 1

    In Vorbereitung der Öffentlichen Diskussion zu Vorschlägen des IASB für begrenzte Anpassungen (narrow focus amendments) an IAS 1 im Juni (06.06.2014) diskutiert der IFRS-FA den Entwurf einer Stellungnahme an den IASB. Der Entwurf betont insbesondere, dass die Vorschläge als Schritt in die richtige Richtung angesehen werden, gleichwohl bestehen Bedenken, Verbesserungsvorschläge stufenweise über einen längeren Zeitraum einzuführen ohne ein ersichtliches Gesamtkonzept.

    Zudem erörtert der IFRS-FA die Beantwortung der von EFRAG gestellten Fragen zu den IASB-Änderungsvorschlägen für IAS 1. Mit Verweis auf bereits vorliegende Rückmeldungen der interessierten Öffentlichkeit kann aus Sicht des IFRS-FA bereits im Vorfeld zur Öffentlichen Diskussion eine gewisse Skepsis gegenüber den Sichtweisen und Vorschlägen von EFRAG kommuniziert werden. Insbesondere der EFRAG-Vorschlag, ein Angabeverbot für als unwesentlich eingestufte Information in der IFRS-Rechnungslegung zu verankern, wird in seiner Operationalisier-barkeit kritisch gesehen.

  • Disclosure Initiative - ASAF

    Vom IFRS-FA werden die Sitzungsthemen der nächsten ASAF-Sitzung zur IASB Disclosure Inititative erörtert. Hierfür werden die vom IASB-Mitarbeiterstab im Vorfeld zirkulierten Fragen für die ASAF-Sitzung erörtert, inwiefern gegenwärtig nationale Aktivitäten bestehen, die der IASB zur Kenntnis nehmen sollte. Vom Fachausschuss wird in diesem Zusammenhang insbesondere ein Verweis auf die überarbeiteten Vorgaben zur Konzernlageberichterstattung und generelle Umsetzung der EU-Bilanzrichtlinie diskutiert.

    Zusätzlich befasst sich der IFRS-FA mit einer Anfrage des IASB-Mitarbeiterstabs an nationale Standardsetzer hinsichtlich der Interpretation und Auslegung von Wesentlichkeit. Der IFRS-FA erörtert für eine Beantwortung der Anfrage eine entsprechend vorgeschaltete Konsultation mit Vertretern aus dem Prüfungs- und dem Enforcementbereich.

  • 26. Sitzung IFRS-FA
  • 28.04.2014
  • 26. Sitzung IFRS-FA
  • 28.04.2014
  • Disclosure Initiative - amend IAS 1

    Der IFRS-FA erörtert die Vorschläge des IASB für kurzfristige und inhaltlich begrenzte Änderungsvorschläge für IAS 1 (ED/2014/1). Die Mehrzahl der FA-Mitglieder sieht die Vorschläge des IASB als einen Schritt in die richtige Richtung. Gleichwohl sollte in einer Stellungnahme an den IASB kritisch angemerkt werden, dass die Änderungsvorschläge nicht die wichtigen Kernfragen zur Verbesserung von Angabepflichten adressieren – insbesondere die Fragen zur Auslegung von Wesentlichkeit bzgl. qualitativer Anhangangaben sowie die generelle Zielsetzung/Abgrenzung des Anhangs gegenüber anderen Berichtskomponenten.

    Zudem erörtert der IFRS-FA die Problematik, Verbesserungsvorschläge stufenweise über einen längeren Zeitraum einzuführen.

    Der IFRS-FA diskutiert auch EFRAGs Entwurf einer Stellungnahme. Eine Mehrzahl der FA-Mitglieder sieht die Forderung von EFRAG nach einem expliziten Angabeverbot von unwesentlichen Informationen als kritisch in seiner Operationalisierbarkeit. Von einigen FA-Mitgliedern wird vorgeschlagen, die Notwendigkeit einer Ausgewogenheit bei der Beurteilung von Wesentlichkeit hervorzuheben.

    Für die nächste FA-Sitzung im Mai soll dem IFRS-FA ein erster Entwurf der Stellungnahme für die weitere Diskussion vorgelegt werden.

  • 25. Sitzung IFRS-FA
  • 27.03.2014
  • 25. Sitzung IFRS-FA
  • 27.03.2014
  • Disclosure Initiative

    Der IFRS-FA diskutiert das ESMA-Konsultationspapier Alternative Performance Measures (APM) sowie den von EFRAG veröffentlichten Stellungnahmeentwurf. Im Ergebnis der Diskussion verständigt sich der IFRS-FA darauf, eine Stellungnahme zum ESMA-Konsultationspapier abzugeben. Ein entsprechender Entwurf soll in der nächsten FA-Sitzung diskutiert werden. Der Stellungnahmeentwurf soll folgende Themen adressieren:

    • Anwendungsbereich
    • Definition von APM (alternativen Leistungskennzahlen) (Pro-forma-Angaben etc.)
    • Umfang der erforderlichen Angaben bei der Kommunikation von alternativen Leistungskennzahlen

    Darüber hinaus informiert sich der IFRS-FA zum aktuellen Stand der Disclosure Initiative des IASB. Der IFRS-FA diskutiert in diesem Zusammenhang auch die Frage, inwiefern der IASB sich im Rahmen seiner mittelfristigen Forschungsaktivitäten, als ein Bestandteil der Disclosure Initiative, auf die Anhangangaben beschränken sollte. Vom IFRS-FA wird grundsätzlich die Ansicht vertreten, dass das Feedback zur IASB Agenda Konsultation primär die Verbesserungen der Anhangangaben in den Vordergrund stellte. Entsprechend sollte sich auch die Disclosure Initiative primär auf die Entwicklung und Verbesserung genereller Regelungen für die Anhangangaben beschränken. Es werden auch Bedenken geäußert, inwiefern es im Rahmen der Disclosure Initiative zweckmäßig ist, Teilaspekte in Form von kurzfristigen Anpassungen zu adressieren.

Literaturhinweise

Autor/In Titel Datum
Fischer, Daniel T. Angabeinitiative: Fallstudien für eine verbesserte Finanzberichterstattung IFRS aktuell PiR, 11/2017, S. 354 f. 2017
Haaker, Andreas/ Freiberg, Jens Kodifizierung und Definition von Wesentlichkeit? Pro & Contra PiR, 09/2017, S. 278 f. 2017
Fischer, Daniel T. Neufassung des Wesentlichkeitsbegriffs und Anwendungshinweise IFRS aktuell PiR, 10/2017, S. 323 ff. 2017
Müller, Stefan Die Nadel im Heuhaufen oder ein unvollständiges Bild – Wie umfangreich müssen der Anhang und der Lagebericht sein? Kurz notiert BC Zeitschrift für Bilanzierung, Rechnungswesen und Controlling, 08/2017, S. 394 ff. 2017
Baumüller, Josef/ Nguyen, Bang Das Diskussionspapier „Disclosure Initiative – Principles of Disclosure“ (DP/2017/1) Darstellung und kritische Würdigung PiR, 07-08/2017, S. 202 ff. 2017